Glamping Tester Europing

Glamping Tester Europing 2017

Glamping am Strand bei Rom!

Unsere große Reise ging bereits am Freitag um 23 Uhr los – von Stuttgart nach Tarquinia, mit einer reinen Fahrtzeit von knapp 11 Stunden und mit mulmigem Gefühl im Bauch, wie das mit unserem Zweijährigen klappen würde. Und es klappte hervorragend. Ohne Stau. Ohne Gemecker. Mit gutem, italienischem Cappuccino und süßem Stückle (wie wir Schwaben sagen) zum Frühstück kamen wir um 11:30 Uhr am Camping Europing an. Abseits vom großen Trubel lag er versteckt direkt am Meer. Bei der Anmeldung folgte die erste positive Überraschung. Unsere Unterkunft wurde gerade gereinigt und wir durften bereits um 12:15 Uhr einchecken. Ein Segen.

Im Urlaub angekommen

Die Hybridlodge lag schön inmitten des Campingplatzes, ein paar Fußminuten vom Meer entfernt, Nahe der Anmeldung und in Nähe des Supermarktes. Man konnte die „Türe“ (Zeltplane) zur Küche entweder halb oder ganz öffnen. Wenn sie ganz geöffnet war, war das wunderschön, denn so hatte man quasi eine offene Küche und war direkt mit der Terrasse verbunden. Herrlich. Es gab innen ein schönes großes Bett, ein geräumiges Bad und ein weiteres Zimmer mit 3 Einzelbetten. Schön wäre zusätzlicher Stauraum gewesen, vielleicht ein Schrank, in dem man auch Kleidchen aufhängen könnte, da in der Hybridlodge nur Stauraum in Form von Regalsystemen vorhanden war. Nichtsdestotrotz haben wir alles untergebracht und jedes Shirt hat seinen Platz gefunden.

Strand? Check!

Es folgte eine kleine Erkundungstour des Campingplatzes. Der Campingplatz liegt mitten im Pinienwald und es zirpten die Grillen. So beruhigend. So wunderbar. Total im Urlaub angekommen, wenn man über die am Boden verteilten Nadeln schlenderte. Das Meer war sauber, der Sandstrand schön flach abfallend, perfekt geeignet für Kinder. Es gab eine Bar und ein Restaurant sowie einen kleinen Supermarkt, in dem man Kleinigkeiten einkaufen konnte. Für unseren ersten Großeinkauf / Grundversorgung war er uns allerdings zu klein und wir sind in einen größeren Supermarkt ins 15 Minuten entfernte Tarquinia gefahren.

Ohne Kaffee? Ohne mich!

Einen kleinen Schockmoment gab es allerdings: Es fehlte eine Kaffeemaschine, die eigentlich vorhanden sein sollte. Ein Morgen ohne Kaffee – für mich ein Albtraum! Zum Glück war die Bar, die bereits morgens um 07:00 Uhr geöffnet hatte (ja, tatsächlich, so früh…. der ganze Campingplatz schien noch zu schlafen – nur unser kleiner Spring-ins-Feld machte vor 7 Uhr bereits die Nacht zum Tag) nur wenige Fußminuten entfernt. Und die machten herrlichen Kaffee. Egal ob Latte Macchiato oder Cappuccino – man war im Land des guten Kaffees angekommen ;-)

Kuscheln in der Strandmuschel

Sonntag und Montag verbrachten wir komplett am Meer. Die Sonne brannte, aber durch den stetigen Wind am Meer ließ es sich gut aushalten. Man konnte sich vor Ort Liegen und Sonnenschirme mieten, was wir aber nicht in Anspruch genommen haben. Wir hatten – wie die meisten der Campingbesucher – große Decken dabei und eine Strandmuschel. Einen Sonnenschirm kauften wir vor Ort, da wir das zuhause vergessen hatten. Pünktlich um 13 Uhr leerte sich der Strand bis ca. 16 Uhr – die Campingplatzbesucher, ca. 95% Italiener, machten Siesta. Da wir nur wenige Tage auf dem Camping Europing waren, genossen wir jedoch auch in dieser Zeit Meer und Strand. (Nach) Mittags gönnten wir uns an der Bar ein Focaccia und einen Cappuccino – beides sehr empfehlenswert. Super war dann am frühen Abend die klimatisierte Unterkunft, denn bis 21 Uhr war es richtig warm und man konnte im Inneren der Hybridlodge etwas Abkühlung suchen.

Heiß in Tarquinia

Am dritten Tag beschlossen wir – trotz der hohen Temperaturen – Tarquinia anzuschauen. Um 10 Uhr brachen wir bei bereits 35 Grad auf. Parkplätze waren ausreichend vorhanden und man sah auf den ersten Blick, dass sich ein Besuch der Stadt lohnt. Kleine, enge Gassen, Kopfsteinpflaster und kleine Cafés. Genauso hatten wir uns das vorgestellt. Tarquinia ist keine typische überfüllte Touristenstadt, sondern ein nettes, italienisches Städtchen, das man gesehen haben sollte. Es gab auch zahlreiche, kleine Restaurants, die allerdings erst abends öffneten. Auch das stelle ich mir sehr schön vor, dort am Abend zu sitzen...

Wunderbares Meer

Die restlichen Tage verbrachten wir wieder am Meer. Erstens, weil es einfach zu warm war für weitere Unternehmungen und zweitens, wegen unserem Kleinen, für den Meer und Sand ein Erlebnis waren. Wir hätten uns sehr gerne Rom angeschaut, haben uns aber aus oben genannten Gründen dagegen entschieden. Vielleicht habt ihr etwas über die Wasserknappheit in der italienischen Hauptstadt aufgrund der Hitze gehört.
Es gab am Strandzugang einen relativ großen Spielplatz, ausgezeichnet für kleine Kinder. Den besuchten wir eigentlich täglich, da er unserem Zwerg große Freude bereitete. Das Schwimmbad haben wir uns nicht angeschaut, weil es uns am Meer an nichts fehlte und wir keine Lust auf Badekappen hatten, die dort – wie auf so vielen italienischen Campingplätzen - getragen werden müssen. Was sehr empfehlenswert ist, ist die Pizza im Restaurant. Lecker und preislich vollkommen in Ordnung.

Sauber bleiben!

Nicht ganz so wunderbar fanden wir die in die Jahre gekommenen Waschhäuser (bis auf eines, das war saniert und sauber – auch entsprechend hoch frequentiert). Diese sind sehr alt und nicht unbedingt sauber. Natürlich waren wir durch unser vorhandenes Bad in der Hybridlodge nicht darauf angewiesen, in den öffentlichen Häusern zu duschen oder zur Toilette zu gehen. Dennoch möchte ich es erwähnen, weil es meiner Meinung nach zum Gesamtbild des Campingplatzes gehört.

Autofrei ist wunderbar

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich noch eine sehr positive Sache ansprechen: auf dem gesamten Campingplatz herrscht Autoverbot. Zum Ein- und Ausladen durfte man zu seiner Unterkunft fahren, dann musste das Auto auf dem Parkplatz außerhalb des Campingplatzes abgestellt werden. Kein Autolärm, die Kinder dort konnten frei rumspringen, ohne dass man wegen fahrender Autos aufpassen musste. Sehr toll.

Unser Fazit

Die Hybridlodge Clever – empfehlenswert! Würden wir jederzeit buchen. Die Kommunikation mit dem Glamping & Camping Anbieter Vacanceselect – vorbildlich – man bekam stets schnelle Antworten. Zum Campingplatz selbst: Wer einen großen, modernen Campingplatz mit vielen Attraktionen, mehreren Restaurants oder Bars sucht, der ist auf Camping Europing sicherlich nicht gut aufgehoben. Wer sich auf einem kleinen Campingplatz (auf dem man mit deutsch und englisch nicht weit kommt, aber auf dem man sich mit dem sehr freundlichen Personal mit Händen und Füssen verständigen kann) ein wenig Auszeit vom Alltag gönnen und ruhige Stunden im Strandurlaub am Meer verbringen möchte, für den ist Camping Europing sicher das Richtige!

Es grüßt herzlich
Familie Sachs

Bewertung Hybridlodge Clever
Plus

Schöne Lage - nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt
Offene oder geschlossene Küche - je nach Wetter möglich
Eigenes, großes Badezimmer mit Dusche/WC

Minus

Etwas mehr Stauraum (Schrank) wäre schön
Darauf achten, dass die Kaffeemaschine auch dabei ist :-)

Bewertung Europing
Plus

Schöne Lage direkt am Meer
Rom in der Nähe
Flach abfallender Sandstrand
Super Kaffeezubereitung in der Bar!
Autofreier und ruhiger Campingplatz  - wunderbar für Kinder & Erwachsene

Minus

Badekappen im Pool - gefällt uns nicht so
Etwas in die Jahre gekommene Sanitäranlagen
(für uns nicht relevant, da eigenes Bad)